BARCELONA – ICH KOMME!!!!

Wie sagte der Goethe doch einst: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?” Nun recht hat er ja. Aber warum verlangt dann der gemeine Arbeitnehmer immer einen Auslandsaufenthalt und warum gibt es so quotenstarke Auswandersendungen? Wie dem auch sei, ich liess mich durch die Auswanderungswelle auch inspirieren. Wenn man um die 30 ist, einen festen Job hat, geregeltes Leben aber keine Familie dann kann man schonmal auf die Idee kommen. Aber die Idee war ja eigentlich einfach nur nach Spanien zu gehen um dort Spanisch zu lernen. Ich kündigte also meinen Job, packte meinen Rucksack und flog am 21.September 2007 nach Barcelona. Ok, immerhin hatte ich mich noch um eine Reisekrankenversicherung und einen Sprachkurs gekümmert.

In Barcelona angekommen war meine erste Adresse, bei einem Freund, der temporär bei der Deutschen Bank arbeitete und in dessen WG ich vorerst unterkommen konnte. Die Wohnung, in der mein Bekannter aus Deutschland wohnte war zentral in den Eixamplas gelegen. Die WG war sehr sauber, mit zwei Toiletten, einer Küche, einem Wohnzimmer und vier separaten Zimmern. Die Grösse und Ausstattung der Zimmer schockierte mich dann aber. In Deutschland würde man sowas wohl eher als Zelle bezeichnen: Sechs Quadratmeter mit Steinfussboden, Ausguck zu einem Schacht, und billiger Ikea Einrichtung. Kosten: “300 Euro!” Na und der gemeine Spanier (oder sagen wir mal besser Katalane in dem Fall) hält von Inneneinrichtung auch offensichtlich nicht viel. Wie ich so feststelle spielt sich das ganze Leben eher draussen ab. Na ich bin jetzt erst mal hier. Der Sprachkurs geht morgen gleich los und ich werd sowieso nur unterwegs sein und mich ins Leben schmeissen 😉 Eine eigene Wohnung muss ich dann aber doch noch finden.